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Ensemble ist ein Handyprogramm, um mit anderen zu spielen.

Für Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln.

In einem städtisch-öffentlichen Raum, wie der Straßenbahn, halten uns die «Regeln der Anonymität» davon ab mit anderen Menschen zu kommunizieren. Dieses Phänomen hat jedoch Auswirkungen auf die Atmosphäre der Bahn. In der temporären Gemeinschaft ist mehr Kommunikation möglich.

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Our cities have become a clinical environment. Everybody is a stranger.

There have to be barriers that keep a distance.

Public transportation in modern cities has a couple of improvements to make.
In an anonymous environment we want to get people together, evoke communication in a playful way.
By letting the people play a game together they interact in a very informal way.Let’s try to connect on another level.

Let’s enhance the “real world” with “the digital”.

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Wenn man in der Bahn sitzt ist jeder jedem fremd.

Auf mich wirken öffentliche Verkehrsmittel – zumindest hierzulande – als Räume fast ohne jede Kommunikation. Obwohl Menschen zusammen sitzen und eine gemeinsame Zeit verbringen, erschwert die urbane Anonymität – sicher auch notwendigerweise – den Kontakt untereinander.

Kann man die Kommunikation unter den Fahrgästen anregen?
Wie wäre es, wenn sie einfach zusammen spielen?

In den letzten Jahren wurden mit z.B. MySpace oder StudiVZ sogenannte social networks gebildet. Man erstellt ein Profil und füllt es mit persönlichen Daten. Wo man lebt, wie man aussieht, Vorlieben und Freunde. Diese digitalen Identitäten helfen vielen Menschen über soziale und kulturelle Barrieren hinweg Kontakte zu knüpfen. Aber diese Form der Kommunikation findet vor allem im stillen Kämmerlein am Computer statt.

Dieses Projekt macht sich die Konzeption, Gestaltung und Umsetzung eines mobilen virtuellen Netzwerks im öffentlichen Nahverkehr zum Thema – und darüber hinaus die wirklich wichtige Frage des Umgangs mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken.

Die Benutzer von Bahn, Straßenbahn, U-Bahn oder Bus sollen mit ihrem Mobiltelefon auf ein Bluetooth Netzwerk zugreifen, Inhalte austauschen und miteinander interagieren können.

Pacman und der ÖPNV

Hat man sich das Spiel von der Website der öffentlichen Verkehrsmittel (z.B. der BSAG) heruntergeladen, kann man bei der nächsten Bahnfahrt anfangen zu spielen.

Das Labyrinth aus dem Videospiel-Klassiker Pacman entspricht jetzt der Anordnung der Sitze und Gänge in der Bahn. Wenn die Mitspieler anfangen, Pacman in der Bahn zu spielen, die roten Pillen des Spiels zu jagen, den Highscore, befinden sie sich noch jeder für sich in der anonymen Welt des Spiels.

Sobald sie aber merken, wo der andere Spieler sitzt oder steht, schauen sie vielleicht über das Mobiltelefon hinaus und es entsteht ein Kontakt.

Wenn man möchte, kann man seinen realen Sitzplatz in dem virtuellen Straßenbahn-Labyrinth des Spieles markieren und sich dadurch den anderen Spielern leichter zu erkennen geben. Wenn man sich in das Bluetooth-Netzwerk einloggt und es läuft kein anderes Spiel ist man selbst Pacman. Wenn bereits ein Spiel läuft ist man ein “Geist”. Im Spiel befinden sich etliche Punkte, Power-Ups, Artefakte, Hinweise und andere Spielgegenstände. Alle Spiele werden auf der Website getrackt. So können sich auch Leute zum Spielen verabreden.
Vielleicht gehen sie aber auch einen echten Kaffee trinken.

Making of….
Ich arbeite mit Daniel Kyu-Wan Hohlsdorf zusammen. Er programmierte die Anwendung. Auf der Website kann man sich das Konzept des Spieles ansehen, das Spiel herunterladen und sein Profil verwalten.

Das Projekt soll vorerst „open-source“, das heißt frei erhältlich sein, damit wir die Akzeptanz beim Bremer Publikum testen können.Für Öffentliche Nahverkehrsmittel können dann individuelle Level konzipiert und programmiert werden. Wir arbeiten derzeit an einer Erweiterung des Spieles als eine Art Rollenspiel, Grafik, Spielsteuerung, Geschichte und Charaktere werden entwickelt und umgesetzt.

Und was ist mit meinen Daten?

Das wirklich wichtige am Beispiel dieses Social-Networks ist, dass die Daten der Benutzer dieses Spieles nicht gespeichert oder für irgendwelche anderen Zwecke verwendet werden. Wir sind immer mehr bereit, unsere Daten im Internet zu veröffentlichen, bei MySpace oder StudiVZ. Aber was damit geschieht wissen wir noch nicht.

Der Spieler legt ein Profil für sich an. Dieses Profil ist enthält KEINE persönlichen Daten über den Spieler. Stattdessen hat sein Charakterprofil lediglich Daten über seine bisherigen Spiele.

Die Daten die jetzt fehlen, werden durch die Möglichkeit des realen Kontakts ersetzt. Was bei den sozialen Netzwerken so interessant ist – das Kennenlernen von Menschen – bietet das gemeinsame Spiel und der gemeinsame Raum.



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